Über Jessica

Jessica erblickte am Mittwoch, dem 13. Dezember 1995, um 11:25 Uhr in der Frauenklinik Erfurt
das Licht der Welt.
„…wenn aus Liebe Leben wird, bekommt das Glück einen Namen!“
Jessica kam viel zu früh auf die Welt, doch sie war schon damals eine Kämpferin und
schaffte den schweren Start mit Bravour.
Sie wuchs behütet in einer liebevollen Familie auf und wurde von allen geliebt, betreut
und natürlich auch verwöhnt.
Mit drei Jahren ging Jessica in den Kindergarten. Mit sechs Jahren wurde sie eingeschult.
Jessica war eine sehr gute Schülerin, sehr ehrgeizig und pflichtbewusst.
Sie verteidigte alle „schwachen“ Kinder, weil sie meinte, sie muss jeden beschützen
und hatte ein ausgeprägtes Rechtsempfinden.
Sie absolvierte gerade die 10. Klasse, wollte ihr Abitur machen und Jura studieren.
Doch seit Februar 2012 war es ihr gesundheitlich nicht mehr möglich, die Schule zu besuchen.

Jessica war ein ganz besonderer Mensch;
liebevoll, liebenswert, ruhig, warmherzig mit Mensch und Tier, hilfsbereit…
„Du hast jeden Raum mit Sonne geflutet, hast jeden Verdruss ins Gegenteil verkehrt…“

Jessica´s große Leidenschaft waren die Pferde, ganz nach dem Motto
„Das Glück der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde!“
Für sie waren Pferde sehr feinfühlige, unvoreingenommene und nicht nachtragende Wesen,
die uns Menschen in kürzester Zeit durchschauen.
Von einer strengen Hand in der Ausbildung hielt Jessica nichts. Sie bevorzugte eine andere Strategie:
„Ohne Vertrauen keinen Respekt und ohne Respekt kein Vertrauen!“
Dies gelang ihr auch sehr gut, denn sie hatte sehr viel Einfühlungsvermögen.
Sie war eine aktive Dressurreiterin und hatte einige Turniere mit Erfolg absolviert.
Jessica hatte überhaupt ein sehr gutes „Händchen“ für Tiere.
Sie liebte ihren besten Freund „Othello“, einen braunen Labrador, über alles.
Selbst als ihre Kraft für das Spazierengehen nicht mehr ausreichte, kuschelte sie mit ihm.

Jessica liebte die Ostsee. Wir genossen stundenlange Spaziergänge am Strand…
egal, ob in Boltenhagen, Graal-Müritz, Prerow, Grömitz, Travemünde oder auf der Insel Poel.
Das Größte Glück für Jessica war, wenn sie auf dem Pferderücken den Strand entlang galoppieren konnte…
ein Gefühl von grenzenloser Freiheit.

Eine weitere Leidenschaft von ihr war das Zeichnen.
Sie konzentrierte sich auch hier hauptsächlich auf das Zeichnen von Pferden und Hunden
und drückte damit ihre Liebe zu den Tieren aus.

Meine liebe Jessica, mir fehlt Dein Lachen und Deine Herzlichkeit!!!
Wir hatten ein ganz besonderes Verhältnis, waren ein Herz und eine Seele – ein unschlagbares Team.
Dir konnte ich alles anvertrauen und umgekehrt war es auch ebenso.
Wir haben zusammen gelacht und wenn es nötig war auch zusammen geweint.

„Hast mir gezeigt, was wirklich wichtig ist.
Hast mir ein Lächeln gezaubert mit Deinem stillen Blick.
Ohne jedes Wort, doch voll von Liebe und Leben.
Hast so viel von Dir an mich gegeben.
Ich schau zurück auf eine wunderschöne Zeit…
Ich bin stolz auch jetzt an Deiner Seite zu sein.
Ich fang ein Bild von Dir und schließe die Augen, dann sind die Räume nicht mehr leer. „

Auszüge aus einem Buch, das Jessica mir zum 40. Geburtstag widmete:
Dank an meinen Schatz „Othello“:
„Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum!“
„Othello in unsere Familie zu holen, war nur eine von vielen großartigen Ideen!“
„Danke, dass Du mir immer zuhörst, auch wenn Du die deutsche Sprache selbst nicht sprichst.“
„Danke, dass Du mich vermisst, wenn ich nicht da bin.“
„Danke, dass Du immer auf mich wartest, wenn ich nach Hause komme.“
„Danke, dass Du mich so liebst, wie ich bin.“
„Danke, dass Du so bist, wie Du bist.“
„…auch wenn es nur wenige Worte sind, die ich hier als Danke auf das Blatt gebracht habe, denke ich
dass sie aussagekräftig genug sind, um zu zeigen, wie sehr ich meinen Hund Othello von Herzen mag
und versuche ihm das zu schenken, was er mir jeden Tag schenkt – unendlich große Liebe!“

Dank an meine Mama:
„16 Jahre sollen es nun schon sein,
so lang bin ich dein und Du mein.
Du warst dabei, wenn ich lachte;
hast getröstet, wenn ich weinte, ganz sachte.
Du hast mir das Leben geschenkt, natürlich.
Alles was ich bin, wär´ ich nicht ohne dich.
Du bist meine Mama, mein Unterhaltungs-sender, Kummerkasten und Taschentuch-Spender.
Hatte ich Angst, hast du sie mir genommen.
War mir kalt, bist du mit viel Wärme gekommen.
Du bist meine Mama, mein Immunsystem,
mein Schutzpatron und Vertreiber von jedem Problem.
Wurde ich krank, hast du mich gesund gepflegt,
Bin ich auf den falschen Weg geraten, hast du mich zum Grübeln bewegt.
Du bist meine Mama, mein Vorbild,
mein Wegweiser und ein Schutzschild.
Wusste ich weder ein noch aus, du warst da.
Wurde ich allein gelassen, bist du gekommen, klar!
Du bist meine Mama, meine Lebensberatung,
mein Kuschelkissen und auf´s Leben beste Vorbereitung.
Hatte ich was Großes geschafft, hast du mit mir die Nacht zum Tag gemacht.
Hatte ich eine Idee, die was nützt, hast du mich immer voll unterstützt.
Du bist meine Mama, meine Party an manch Tagen
und meine Stütze in jeder Lebenslage.
Und all das hast du ganz allein geschafft.
Stark, einfühlsam und einfach perfekt vollbracht.
All das bist genau du – Meine Mama!
Auch heut´ noch: Ohne dich – wär´ ich nicht!
Egal wie weit ich weg bin oder war,
Du bist mir immer am nahesten und da!
Also schau dir an, was ich hier nieder schrieb:
Mama, du bist meine beste Freundin – Ich hab dich lieb!“.
Ich will Dir „Danke“ sagen, dafür, dass du mir beistehst an allen Tagen
und dass du mir das Leben
zeigst.
Für dein Vertrauen danke ich auch, „Danke“, dass du immer an mich glaubst!“
Für Deine Liebe und Geborgenheit, dafür, dass du mir zuhörst jeder Zeit!
Ich möchte „Danke“ sagen, dafür, dass du immer an meiner Seite stehst und jeden Weg mit mir gehst.
Es gab gute und schlechte Zeiten, doch gemeinsam haben wir sie gemeistert!
Ich kann mit dir gemeinsam lachen und immer Späße mit dir machen.
Ich kann aber auch ernsthaft mit dir reden und du gibst mir Ratschläge fürs Leben.
Wenn`s mal schwierig wird, stehst du zu mir und dafür danke ich dir!
Wenn mal irgendwas daneben geht bist du die, die ihren Arm um mich legt.
Du gewährst mir Zuflucht und Geborgenheit, auch wenn viel zu tun ist – dafür hast du immer Zeit!
Du bist unersetzlich.
Du bist die allerbeste Mama auf der Welt!
Und deshalb hoffe ich, dass dir das Buch gefällt.“

Jessica war sehr reif für ihr Alter und in ihren Ansichten schon sehr gefestigt.
Sie wollte nicht sterben, sie wollte leben, hatte Wünsche & Träume, aber auch Ziele vor Augen…
Jessica war immer ein Kämpfer und hat nie den Glauben an das Gute verloren…
doch zum Schluss hatte sie keine Chance, den Kampf gegen ärztl. Fehlentscheidungen, Inkompetenz,
Selbstüberschätzung etc. zu gewinnen…